Sonntag, den 5.8.2001Brechtal - Lingolsheimer |
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98 km Höhenmeter: 435 m |
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Dieses Tälchen erweist sich als außerordentlich romantisch, auf den Feldern
wird das Heu noch mit der Gabel gewendet. Wir versuchen uns an einem sehr steilen Waldweg, den wir nur dadurch bewältigen,
dass wir zu zweit jeweils ein vollbepacktes Liegerad schieben. Kurz danach endet
auch dieser Weg. Nach einigem Experimentieren finden wir einen ersten Hinweispfeil
Hinter Hegenreute wollen wir nach Bleichheim abbiegen, ganz entgegen dem Rat
der in bunter Kleidung gehüllten Rennradler, die diese Strasse als unpassierbar
deklarieren. Wir sind jetzt in der Rheinebene angekommen und durchqueren die Weinberge Richtung Ettenheim-Weiler, wo wir uns zu einem großen Glas Apfelschorle, dem Radler-Lieblingsgetränk, niederlassen.
Wir setzen flott mit der kleinen Fähre um, was kostenlos ist, und biegen sofort
Richtung Strassburg auf die Rheinuferstrasse ein. Eine kleine Abwechslung bietet uns eine Schleuse des Kanal du Rhone au Rhin
bei Krafft, die von einer Schwanenfamilie genutzt wird. Die alten elsässischen Dörfer wirken wie ausgestorben und es gibt immer
noch kein Gasthaus, geschweige denn ein Hotel, wo wir nächtigen könnten. In
Geispolsheim gibt uns ein junges Mädchen den Tipp, in die Auberge de la Chapelle
zu fahren, dem wir folgen. Und tatsächlich handelt es sich um eine erstaunliche
Gartenwirtschaft, die mitten im Feld gelegen, unzählige Franzosen anlockt. Wir
können dort einen sehr guten Flammkuchen essen und entschliessen uns, die angebotene
Zeltmöglichkeit neben der Kapelle nicht anzunehmen, in der Hoffnung, bald etwas
geeignetes zu finden. Auf einem schönen Flurweg ging es in Richtung Blaesheim, ebenfalls ein für uns
ungastliches Dorf. Wir nehmen angesichts der einzigen Möglichkeit den Weg zurück
nach Geispolsheim, alle anderen Strassen sind für Fahrräder gesperrt, wo uns
ein Pärchen den Tipp gibt Richtung Strassburg weiterzufahren. Und tatsächlich
finden wir im Gewirr des südwstlichen Autobahnkreuzes ein Formula 1 Hotel, aber:
Leider ausgebucht! So fahren wir weiter, inzwischen merklich abgekämpft und
für jede Herberge dankbar, um endlich kurz nach Einbruch der Dunkelheit in Lingolsheimer
Industriegebiet im Hotel Juliana (Tel. 03 88 770033) ein einfaches Doppelzimmer
nehmen. Wir lernen daraus: im unteren Elsass ist die Zimmersuche nicht einfach.
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| eduard@heindl.de |
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Sommer 2001 http://www.solarserver.de/fr/schwarzwald.html |