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An
mehreren Stellen hatten wir immer wieder von dem Ecomusee d´Alsace gehört. Deshalb
beschlissen wir, den heutigen Tag ohne anstrengenden Berg in diesem großen Bauernmuseum
ganz in der Nähe zu verbringen. Dazu
fahren wir vom Grand Ballon morgens um Neun die lange Abfahrt zunächst auf der
D 431 und dann ab dem Col Amic links abgehend den langen geteerten Waldpfad
nach Soultz hinab. Besonders hier spielt das morgendliche Licht durch die Tannen
der Vogesen und zeigte uns, dass 1200 Höhenmeter bergab eine erhebliche
Konzentration des Radfahrers erfordern.
Von
Soultz aus geht es direkt über Bollwiller entlang des Fahrradwegs, der parallel
zur D 429 läuft, zum Ecomusée.
Nachdem die warme Abfahrtskleidung gegen luftige Sommerkleidung gewechselt war,
reihen wir uns in die lange Schlange der Besucher ein. Nach
einer Viertelstunde und 85 Franc Eintritt pro Person sind wir in diesem Park,
der aus über 80 historischen Gebäuden sorgfältig zusammengestellt wurde und
daher auch den Preis "Bestes Museum Europas" erhielt. (www.ecomusee-alsace.com)
Das
umliegende Sumpfland erlaubt es auch den zahlreichen Störchen, auf den
historischen Dachfirsten zu nisten. Innerhalb des Museums fehlen natürlich nicht
die angenehmen Gartenwirtschaften, in denen man verträumt den Tag genießen kann.
Besonders beeindruckend ist die Führung durch einen deutschsprechenden Franzosen,
der einer Schweizer Gruppe die Landwirtschaft und ihre Geräte vom Dreschflegel
bis zur Räucherküche mit großem Engagement erläuterte.
Eine echte Sensation ist dann das Karussell, dem einzigen in Europa noch erhaltenen Salonkarussell
für Erwachsene aus der Zeit der Jahrhundertwende 1900. Dort dürfen sich dann
alle Erwachsenen ihrer kindlichen Begeisterung auf Holzpferden und fliegenden
Schweinchen hingeben.
Am Abend geht es noch mal zurück über Soultz nach Guebwiller, einer langgezogenen
Stadt, an deren Ende wir das Hotel d´Alsace (Übernachtung 2 Personen
310 Francs, Dinner 2 Personen 426 Francs,
Tel. 03 89 768302), ein zu unserer Tagestour passendes Haus fanden, sicher in
jenen Tagen erbaut, als noch keine Mähdrescher in Frankreich das Getreide ernteten.
Zum
Abendessen gibt es dann endlich den ersehnten Baeckeoffe. Davor einen französischen
Salat mit Gänseleber und danach einen opulenten Nachtisch mit Eismeringen. So
gestärkt gehen wir zu Bett, um dem nächsten anstrengenden Tag entgegenzuschlafen.
Guebwiller - Belchen
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