Montag, den 13.8.2001

Wehr - Bonndorf

Schwarzwaldhaus
105 km
Höhenmeter: 860 m

Morgencremung am RheinuferBoote auf dem OberrheinBereits um 8 h fährt Edi mit Annes Rad ohne Gepäck nach Bad Säckingen, um dort sein Glück beim Fahrradhändler zu suchen. Tatsächlich gibt es dort einen guten Marathon-Reifen, einen Schlauch und auch gleich eine neue Luftpumpe dazu. Dann geht's zurück zum verwaisten kaputten Fahrrad am Stausee, das sich jetzt innerhalb von zehn Minuten perfekt wiederherstellen lässt und von dort aus fährt Edi beide Liegeräder gleichzeitig zum Reissverschluss, wo Anne ihn bereits freudig mit einem reichlichen Frühstück erwartet.

Bad SäckingenHochspannung zwischen D und CHDies nehmen wir aber erst nach zehn Kilometern leichter Fahrt am Rheinufer in Bad Säckingen auf 290 m Höhe ein. In Zukunft werden wir wohl immer sorgfältig auf den Zustand der Fahrradmäntel achten. Ab Bad Säckingen folgen wir dem Rheinradweg nach Laufenburg. Der Radweg führt durch Schrebergärten und oft direkt am grünen Rhein entlang. Im Laufenburg kann man am hochgelegenen Rheinufer direkt neben dem Zollhäuschen vespern.

LaufenburgEs geht nun ungewöhnlich eben für uns berggewohnte Radler nach Albbruck und dort zwischen Rheinkanal und Rhein auf Schotterstrecken Richtung Waldshut. Es ist inzwischen sehr heiß geworden, und wir sind froh, als wir in das tief eingeschnittene Schlüchttal hinter Gurtweil einbiegen.

Felsen  im SchlüchttalDie Talstraße ist wegen Felsarbeiten für den Verkehr gesperrt. Dies stört uns jedoch nicht und wir genießen dieses märchenhaft geformte Tal mit seiner kühlen Luft. Doch nach einigen Kilometern ist die Strasse fast vollständig mit Felsen bedeckt und wir halten erst mal an, um die Situation einzuschätzen.

Felssturz Teil 1 Plötzlich - ein lautes Krachen und ein weiterer schwerer Fels stürzt aus dem Wald unerwartet auf die Strasse. Felssturz Teil 2Es ist also wirklich Vorsicht angesagt, ein Weiterfahren erscheint zunächst ausgeschlossen. Zum Glück kommt nach einiger Zeit der wohl aus Ostdeutschland stammende Straßenbauingenieur vorbei und gibt freundlicherweise durch Pfeifen und Rufen den Arbeitern das Signal, vorübergehend die Felsräumung einzustellen, damit wir passieren können.

Burg im  SteinatalIn Ühlingen wechseln wir das Tälchen, indem wir über den kleinen Bergrücken zur Steina fahren. Das Steinatal ist nicht ganz so wild und tief gelegen und bietet mit seinen größeren Auwiesen für mehrere Jugend-Zeltlager eine ausgezeichnete Umgebung.

Zeltlager im  SteinatalBei Steinsäge fragen wir im vornehmen Waldhotel nach einem Zimmer, leider ist alles bereits ausgebucht. Mehrere ostdeutsche Feriengäste empfehlen uns dann, den steilen gesperrten Waldweg nach Bonndorf zu nehmen, um den Weg abzukürzen und an der preiswerten Jugendherberge vorbeizukommen. In Bonndorf wählen wir dann allerdings das Vier-Sterne Schwarzwald-Hotel, das 1910 erbaut wurde (Tel. 07703 421, Doppelzimmer DM 160,00). Endlich mal wieder etwas Luxus!

  Bonndorf - Nusplingen

eduard@heindl.de
Schwarzwaldhaus
Sommer 2001
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